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[Vortragsreihe] Borders & Migration: Vorlesungsreihe der Universität Frankfurt a.M.

Insbesondere für Studierende des Masters der Geographie in Jena mit dem Schwerpunkt ‚Migration‘, aber auch für alle, die sich für Sozialgeographie, globalen Wandel und globale Machtverhältnisse interessieren ist, empfehlen wir eine Vorlesungsreihe unserer Kolleg:innen aus Frankfurt. Die Reihe, die am 05. Mai startet, nähert sich an fünf Terminen dem sozialen Phänomen der Grenze und Prozessen des Migrierens. Wir finden, ihr habt ein tolles Programm aufgestellt!  In der Kurzbeschreibung heißt es: „Sie schaffen Räume, unterscheiden ein Innen und ein Außen. Sie trennen und verbinden und wirken selektiv durchlässig. Grenzen prägen Gesellschaften und das Alltagsleben. Was dabei als geographisches Faktum, als Linie auf der Landkarte erscheint ist ein Produkt materieller, diskursiver und performativer Konstruktionsprozesse. Die Referent*innen der Ringvorlesung nehmen unterschiedliche Perspektiven auf diese Konstruktion von Grenzen ein. Wo und wie werden Grenzen (re)produziert, hinterfragt...

Beitrag III: Solidarität der Nationalstaaten in Zeiten von Corona? (Dominique L. Kauer)

Permanente europäische Außengrenzen (Foto: Dominique L. Kauer) Seit Wochen befinden wir uns in einem Europa der geschlossenen Grenzen. Trotz der medialen Kritik von Virolog*innen wie Brockmann und Stürmer (2020) und deren Appell, nur Risikogebiete anstelle ganzer Staatsgrenzen abzuriegeln, beschlossen die europäische Staaten Anfang März ihre nationalen Grenzen zu schließen und ließen so die europäische Idee in die Knie gehen. Dass diese Entscheidungen unilateral gefällt wurden und ohne Absprache mit den europäischen Institutionen, sei hier nur kurz erwähnt. Noch nie waren so viele Menschen gegenseitig voneinander abhängig wie heute und auch die Abschaffung der Binnengrenzkontrollen in der EU durch das Schengener Abkommen 1990 trug dazu bei. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten wurden soziale und wirtschaftliche überregionale Beziehungen gefestigt. Wenn sich beispielsweise polnische Ärzt*innen im Krankenhaus in Schwedt jetzt Gedanken um die moralischen und wirtschaftlichen Folge...