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Stadtflucht während der Covid-19 Pandemie – Ein kurzfristiger Trend geprägt durch die Krise oder eine langfristige Entwicklung? Ein Essay von Clara Weick

Naturnähe als Wunsch. 
Führt die Bewegung wirklich 
von der Stadt aus Land?
Foto: Clara Weick

Das Thema natürlicher Bevölkerungsdynamiken ist ein viel erforschtes und diskutiertes Feld in der Geographie. Insbesondere Städte und deren Wachstum stehen oft im Mittelpunkt. Mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020 rückte das Thema erneut in den Fokus vieler Wissenschaftler*innen, die über mögliche Folgen der Pandemie auf die Bevölkerungsverteilung und die Entwicklung von Städten in Deutschland und weltweit debattierten (Rink et al. 2022, S. 1ff.). Auch in den Medien wurde diskutiert, ob die Menschen wegen der einschränkenden Auflagen und Maßnahmen in weniger dicht besiedelte Gebiete umziehen werden (Mitzkat 2021). Die Verbreitung der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, zeigte ebenfalls neue Chancen auf. Insbesondere wohlhabendere Teile der Bevölkerung waren nicht mehr auf die Nähe zum Arbeitsplatz angewiesen und gewannen somit mehr Freiheit bei der Wohnortwahl (Siedentop 2022, S. 92). Jedoch sind nicht, wie oftmals in den Medien präsentiert, die ländlichen Räume das Ziel dieser Menschen, auch wenn diese günstigere Mieten, oftmals größere Wohnfläche und eine Naturnähe bieten, die so in der Stadt nicht vorzufinden sind. Menschen ziehen stattdessen in sogenannte „Speckgürtel“, Mittelzentren oder kleine Großstädte.[1] Somit sind überwiegend suburbane Räume das Ziel von Wanderungsbewegungen aus Großstädten heraus (Osterhage 2024, S. 234).

Die Entwicklung des abnehmenden Wanderungsgewinns in Großstädten ist jedoch nicht erst seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie, also seit Frühjahr 2020, zu beobachten. Es zeigt sich bereits seit 2014 ein Trend, dass besonders Mieter*innen die städtischen Räume in Richtung weniger dicht besiedelter Räume verlassen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es (bis etwa zum Jahr 2014) hingegen die Bevölkerungsgewinne der nicht-ländlichen bzw. städtischen Räume, die mit Schlagworten wie Reurbanisierung und Renaissance der Städte beschrieben wurden. Im Jahr 2011 erreichte die Phase der Reurbanisierung ihren Höhepunkt, in den folgenden Jahren näherten sich die Wanderungssalden der nicht ländlichen, eher ländlichen und sehr ländlichen Räume wieder an, bis sich wie bereits erwähnt ab 2014 der Saldo zu Gunsten der ländlichen Räume drehte (Osterhage 2024, S. 242). Beweggründe für Umzüge sind oftmals nur nebensächlich untersuchte Aspekte, der Großteil der Literatur konzentriert sich auf die statistischen Entwicklungen der Bevölkerungszusammensetzung. Anhand der wandernden Gruppen können jedoch Thesen aufgestellt werden, aus welchen Gründen bestimmte Menschen in die Stadt ziehen oder aus der Stadt heraus.

In diesem Essay geht es um die These, dass durch die COVID-19-Pandemie der bereits vorher erkennbare Trend der Wanderungsbewegung aus Großstädten heraus verstärkt wurde und um die daraus folgende Frage, ob auch nach Ende der Krise weiterhin eine Wanderungsbewegung aus Großstädten deutlich sein wird.

Für Wanderungsbewegungen während der Covid-19-Krise gab es vielschichtige Gründe, wobei besonders häufig familiäre und wohnungs- sowie wohnumfeldbezogene Beweggründe genannt werden (Moldovan et al. 2022, S. 58). Jedoch kam es dadurch nicht zu einem dauerhaften Trend des Bevölkerungsverlusts in Großstädten, sondern nur zu einer kurzfristig bestehenden Bewegung. Nach den Pandemiejahren 2020, 2021 und 2022 erholten sich die Bevölkerungszahlen und für das Jahr 2023 wurde ein erneuter Bevölkerungszuwachs in städtischen Räumen deutlich (Rudnicka 2025). Diese Bevölkerungstrends wurden zu der Zeit von vielen Faktoren beeinflusst, die in der Forschung noch nicht ausreichend beleuchtet werden. Zusätzlich zu den blanken Zahlen müssen auch Umstände wie weltweite Krisen berücksichtigt werden und als Interpretationsgrundlage genutzt werden. Ländliche Räume sind nur für kleine Teile der Bevölkerung attraktiv. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen zeigen nur geringe Wanderungsbereitschaft und fehlende finanzielle Mittel spielen hier eine bedeutende Rolle. Auf diesen blinden Fleck weisen Moldovan et al. (2022) in ihrer Untersuchung hin. Sie bemängeln die größtenteils fehlende Einbindung sozialer Aspekte in der Diskussion über Wanderungsbewegungen. So arbeiten besonders häufig geringverdienende Personen in Berufen, in denen es nicht möglich ist, im Homeoffice tätig zu sein. Dadurch haben Personen dieser Gruppe deutlich seltener Freiheiten bei der Wohnstandortwahl, zusätzlich fehlen ihnen die finanziellen Mittel, direkte und indirekte Folgekosten eines Wohnstandortwechsels wie Transportkosten zu tragen. Wegziehende Menschen werden wiederrum ebenfalls von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So spielen stark ansteigende Mieten, der Mangel an verfügbarem Wohnraum in Städten, das gesamte Wohnumfeld und familiäre Gründe eine Rolle bei Umzugsabsichten (Moldovan et al. 2022, S. 58). Durch die zeitweise Schließung von Hochschulen bzw. die Umstellung auf Online-Lehre fielen junge Menschen zwischenzeitlich als Zuziehende weg, da sie aufgrund der zeitweisen Schließung von Hochschulen bzw. durch die Umstellung auf Online-Lehre ihre Umzüge in die Universitätsstädte verzögerten (Siedentop 2022, S. 94f.).

Diskursiv wurde das Leben auf dem Land mitunter als ein Ausweg aus den pandemiebedingten Herausforderungen des städtischen Lebens gesehen. Das Kriterium von „Grün- und Freiflächen im Umfeld“ sahen viele derjenigen, die eine Stadt-Land-Wanderung vollzogen haben, als ausschlaggebend bei der Wohnstandortwahl. Die Aspekte Luft und Ruhe wurden ebenfalls häufig als Zuzugsgründe hervorgehoben (Osterhage 2024, S. 236). So veränderten sich bei großen Teilen der durch Dolls und Mehles (2021, S. 31) befragten Personen durch die Pandemie grundlegend die Ansprüche an Wohnumfeld und Wohnverhältnisse, 63,6% der Gruppe „Urban“ geben naturnahes Leben als erstrebenswertes Ziel an. Das zeigt sich bei den Abwanderungszahlen aus Großstädten mit über 500.000 Einwohner*innen deutlich. Diese Menschen zogen häufig in kleinere Großstädte, welche weiterhin die Vorteile städtischer Infrastruktur bieten, dabei jedoch eine geringere Siedlungs- bzw. Bevölkerungsdichte aufweisen und dadurch attraktiver erscheinen (ebd., S. 29).

Laut Osterhage (2024, S. 234) spielt der ländliche Raum als Ziel von Wohnortwechsel nur eine geringe Rolle. Das wird auch dadurch deutlich, dass nur 11% der Gruppe von in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohner*innen wohnenden Menschen, die innerhalb der kommenden 12 Monate einen Umzug aus der Großstadt heraus zu planen, ländliche Räume als Zielregion angegeben haben. 67,5% haben kleine Großstädte oder das direkte Umfeld einer Großstadt als Ziel (Dolls und Mehles 2021, S. 27f). Die von den Medien beschriebene „Stadtflucht“ führte also nur in den wenigsten Fällen in ländliche Räume.

Eine Studie von Moldovan, Leibert und Dunkl beschäftigt sich mit den Stadt-Umland-Wanderungen von jungen Familien in Leipzig im Zeitraum zwischen 2015 und 2020. Sie bezieht somit also noch die ersten Folgen der Pandemie mit ein. Bereits vor 2018 wurde deutlich, dass kleinteilige Raummuster präsenter werden und dadurch die Unterschiede zwischen Stadt und Land verwischen. Zusätzlich zeigte sich, dass Sub- und Reurbanisierungsprozesse zeitgleich stattfanden. Dies zeigt sich beispielsweise anhand der Wanderungsgewinne der Stadt Leipzig. Diese nehmen seit einem Ausnahmejahr in 2015 stetig ab, waren jedoch im ersten Pandemiejahr 2020 mit knapp 4.600 deutlich positiv (Moldovan et al. 2022, S. 53).

Von Rink et al. (2022) wurde die Bevölkerungsentwicklung von 15 deutschen Großstädten untersucht. Die Autor*innen stellten fest, dass die Pandemie im Vergleich zu den Jahren davor das Wachstum der Städte zwischenzeitlich ausgebremst hat. Als Gründe dafür wurden eine leichte Übersterblichkeit, eine Abnahme der Binnenmigration sowie ein deutlicher Rückgang der internationalen Migration genannt (Rink et al. 2022, S. 9ff.). Dadurch wird deutlich, dass Wegzüge aus den Großstädten keine relevante Rolle spielen, sondern durch die Pandemie bedingte Faktoren den sonst auftretenden Zuwachs von Städten eindämmten.

Trends der natürlichen Bevölkerungsentwicklung haben sich seit dem Einsetzen von sinkenden Geburten- und steigenden Sterbezahlen Mitte der 2010er Jahre fortgesetzt und sogar verstärkt, die natürliche Schrumpfung wurde durch diese Phänomene beschleunigt. Insgesamt lassen sich für das Jahr 2020 im Wanderungsverhalten deutliche Brüche der zuvor stattfindenden Trends feststellen, besonders die Zuwanderung aus dem Ausland hat deutlich nachgelassen (Moldovan et al. 2022, S. 55). Zu Beginn der Pandemie war ein kurzzeitiges Aufhalten des Städtewachstums möglich, dauerhafte Bremseffekte seien laut Osterhage (2024, S. 234) jedoch nicht wahrscheinlich, da weiterhin wichtige Pull-Faktoren von Großstädten ausgehen, so etwa ein großes Angebot an Infrastrukturleistungen, ein differenzierter Arbeitsmarkt sowie ethnische Communities und Diversität.

Laut Moldovan et al. (2022) hat es im ersten Pandemiejahr 2020 im Gegensatz zur medialen Darstellung keine generelle „Stadtflucht“ aus deutschen Großstädten gegeben. Die Wanderungsdynamik und Bevölkerungsentwicklung war je nach Region von unterschiedlichen Faktoren geprägt und vereinzelt gab es auch positive Wanderungssalden. Allgemein kann also gesagt werden, dass sich bestehende Muster vertieft haben, einschließlich der sinkenden Zahlen des Bevölkerungszuwachses in Großstädten (Moldovan et al. 2022, S. 55). Der bereits vorher deutliche Trend der Dezentralisierung wurde somit in den Pandemiejahren fortgesetzt und hat sich in dieser Zeit deutlich verstärkt (Osterhage 2024, S. 243).

Für das Jahr 2023 war das Wanderungssaldo in den 15 größten Städten Deutschlands (dies sind Deutschlands Großstädte) bis auf die Ausnahme München durchweg positiv, mit Berlin und Hamburg deutlich an der Spitze (Rudnicka 2025). Das deutet darauf hin, dass die während der COVID-19-Pandemie deutlichen Trends der Dezentralisierung zurückgegangen sind und Menschen wieder urbane Räume aufsuchen. Im Jahr 2023 kehrten auch die letzten Universitäten zu einer von Präsenzunterricht dominierten Lehre zurück, zusätzlich normalisierte sich die Covid-Krise und das soziale Leben in Städten konnte größtenteils wie vor der Krise stattfinden. Ich vermute somit, dass viele Menschen nach den vielen Einschränkungen der Corona-Jahre von einem aktiven Sozialleben, Freizeitmöglichkeiten und gut ausgeprägter Infrastruktur wieder angezogen sind und zurück in Städte ziehen. Eine andere Gruppe, die während der COVID-19-Pandemie aus dem urbanen Raum weggezogen ist, hat möglicherweise die Möglichkeiten und Vorteile des Landlebens für sich entdeckt und Gefallen am von Natur und Freiraum geprägten Leben in suburbanen und ländlichen Räumen gefunden. Es muss also differenziert werden zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Dabei dürfen Aspekte wie Alter, finanzielle Mittel, Job und familiärer Stand nicht unbeachtet bleiben.

Insgesamt halte ich einen allgemein anhaltenden Trend der „Stadtflucht“ aus deutschen Großstädten heraus für unwahrscheinlich und rechne damit, dass auch in kommenden Jahren die Wanderungssalden der meisten deutschen Großstädte weiterhin positiv bleiben. Allerdings gehe ich davon aus, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen vermehrt in kleine Großstädte oder den suburbanen Raum ziehen werden, da besonders bei geplanter Familiengründung mehr Wohnfläche und Naturnähe gewünscht werden, die in Großstädten nur schwer zu finden sind, besonders aufgrund der immer weiter steigenden Mieten und Kaufpreise.


Literatur:

Deutschlandfunk Kultur – Mitzkaz, N. (2021): Coronabedingte Stadtflucht. Himmlische Ruhe statt geisterhafter Stille. Online unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/coronabedingte-stadtflucht-himmlische-ruhe-statt-100.html. (Zugriff am 12.02.2026).

Dolls, M.; Mehles, J.-C.  (2021): Wie beeinflusst die Corona-Pandemie die Wohnortpräferenzen? Evidenz aus einer großangelegten Umfrage in Deutschland. In: ifo Schnelldienst, Nr. 08(2021), S. 27–31. https://www.ifo.de/DocDL/sd-2021-08-dolls-suburbanisierung_1.pdf.

Moldovan, A.; Leibert, T.; Dunkl, A. (2022): Stadt-Umland-Wanderungen von jungen Familien in Leipzig. Analyse und Visualisierung mit der hin&weg-Anwendung. In: Stadtforschung und Statistik, Nr. 1(2022), S. 51–59. https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-78541-6.

Osterhage, F. (2024): Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Wohnortentscheidungen und das Wanderungsgeschehen. In: Steinführer, A.; Osterhage, F.  (Hrsg.): Vom Kommen, Gehen und Bleiben. Wanderungsgeschehen und Wohnstandortentscheidungen aus der Perspektive ländlicher Räume. Braunschweig und Dortmund: Thünen-Institut, S. 233–243.

Rink, D.; Haase, A.: Leibert, T.; Wolff, M. (2022): COVID-19 als Ursache temporärer Schrumpfung: Zur Einwohnerentwicklung der 15 größten deutschen Städte im Jahr 2021. In: UFZ Discussion Paper, Nr. 5(2022), S. 1–26. https://hdl.handle.net/10419/261492.

Siedentop, S. (2022): Corona und Stadtentwicklung: Ende der urbanen Renaissance? In: Stadtforschung und Statistik: Zeitschrift des Verbandes Deutscher Städtestatistiker, Nr. 35(2022), S. 91–96. https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-78540-1.

Statista – Rudnicka, J. (2025): Wanderungssaldo der größten Städte in Deutschland im Jahr 2023. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1243816/umfrage/wanderungssaldo-groesste-staedte/. (Zugriff am 13.02.2026).



[1] In diesem Essay orientiere ich mich an den von Dolls und Mehles (2021, S. 28) vier definierten Räumen, Großstädte (>500.000), kleine Großstädte (100.000-500.000), suburbaner Raum und ländlicher Raum nach der Klassifikation des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBSR).

 

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